Bericht zum 1. Mai Kundgebungen auf der Ostalb

„Erst unsere Jobs, dann eure Profite!“....

1.-Mai-Kundgebungen auf der Ostalb: „Erst unsere Jobs, dann eure Profite!“

 

Gewerkschaften setzen am Tag der Arbeit ein Zeichen gegen Job-Kahlschlag, Sozialabbau und Angriffe auf die Rechte von Beschäftigten.

 

Aalen/Schwäbisch Gmünd. Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ hat die IG Metall Ostalb am Tag der Arbeit ein klares Signal für sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und soziale Sicherheit gesetzt. Mehrere hundert Teilnehmende demonstrierten am 1. Mai sowohl in Aalen auf dem Rathausplatz als auch in Schwäbisch Gmünd auf dem Johannisplatz gegen Arbeitsplatzabbau, steigende Lebenshaltungskosten und neue Angriffe auf den Sozialstaat und die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

 

„Deutschland steckt in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Jeden Monat gehen zehntausende Industriearbeitsplätze verloren, Standorte werden geschlossen oder verlagert. Das geht auch an unserer Region nicht vorbei. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben berechtigte Angst um ihre Zukunft. Doch statt Verantwortung zu übernehmen, greifen Arbeitgeber und Teile der Politik die Beschäftigten an“, beklagt Heike Madan, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Ostalb, im Rahmen der Kundgebungen zum Tag der Arbeit.

 

„Die Beschäftigten tragen nicht die Verantwortung für die Krise. Im Gegenteil, sie arbeiten hart, halten die Betriebe am Laufen und sichern den Wohlstand dieses Landes und unserer Region. Wer jetzt so tut, als wären längere Arbeitszeiten, Sozialabbau oder Lohndrückerei die Lösung, verschärft die Krise – und verspielt Vertrauen“, so Madan mit Blick auf angekündigte Einschnitte und die laufende Reformdebatte weiter.

 

Von den Unternehmen fordert die IG Metall mehr Verantwortung. „Wenn unter kurzfristigem Renditedruck Investitionen verschoben, Standorte infrage gestellt und Arbeitsplätze abgebaut werden, schadet das dem gesamten Wirtschaftsstandort. So wird der Wohlstand in den Regionen zerstört – auch hier bei uns auf der Ostalb“, ergänzt Fabian Fink, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall-Geschäftsstellen in Aalen und Schwäbisch Gmünd.

 

Öffentliche Förderung darf es nach Überzeugung der IG Metall nur gegen klare Bedingungen geben: Investitionen, Arbeitsplatzsicherung und Standorttreue. „Erst Zukunftsinvestitionen für unsere Arbeitsplätze, dann die Profite der Arbeitgeber!“, konstatiert Fink abschließend.